Die Gewerkschaften entstanden im 19. Jahrhundert, weil ArbeiterInnen ihre Rechte verteidigen wollten. Sie verkörpern die Einsicht, dass Interessen nur kollektiv verteidigt werden können. Die Gewerkschaften erkämpften wesentliche Errungenschaften der ArbeiterInnenklasse wie z.B. den 8-Stundentag. Allerdings decken sie nur einen bestimmten Bereich der Gesellschaft ab - den betrieblichen bzw. die Lohnarbeit - und organisieren oft nur die besser gestellten Schichten der ArbeiterInnenklasse. Sie ersetzen daher die revolutionäre Partei, welche die gesamte Gesellschaft umwälzen und die Staatsmacht erobern will, nicht. Außerdem verbürokratisierten viele Gewerkschaften im 20. Jahrhundert. Ihre FührerInnen fühlen sich daher zumeist nur ihren Privilegien und der kapitalistischen Ordnung verpflichtet - nicht aber den Interessen der Basis. Auch ist ihre interne Demokratie bis heute massiv eingeschränkt. MarxistInnen kämpfen daher für eine Demokratisierung und Revolutionierung der Gewerkschaften.