Diese Methode der Antiimperialistischen Einheitsfront wurde in den frühen 1920ern von der Kommunistischen Internationale entwickelt. Unter einer antiimperialistische Einheitsfront (AIEF) verstehen MarxistInnen die Zusammenarbeit aller Kräfte, die in halbkolonialen Ländern (“Dritte Welt”) bereit sind, gegen den Imperialismus vorzugehen. Ihr Zweck können der militärische Widerstand gegen KolonialherrInnen – wie die US-amerikanischen BesatzerInnen im Irak, gemeinsame Demonstrationen, Streiks oder andere politische Aktionsformen sein. Sie kann kleinbürgerliche Schichten und sogar Teile der Bourgeoisie einbeziehen. Eine AIEF umfasst also unterschiedliche Klassen mit unterschiedlichen Interessen, die sich in einer bestimmten Situation gemeinsam gegen imperialistische Kräfte auflehnen. Aber genau aufgrund der unterschiedlichen Klasseninteressen kann eine solche Einheitsfront nicht von Dauer sein. Nur wenn die ArbeiterInnenklasse den antiimperialistischen Kampf anführt, kann er auf Dauer erfolgreich sein.