Red Newsletter 221
Informationsdienst des ArbeiterInnenstandpunkt, 7. August 2006

Inhalt

(1) Samstag 12. August 16.00, Stephansplatz: Demonstration gegen den israelischen Angriffskrieg im Libanon!
(2) Die Position des ArbeiterInnenstandpunkt zum Libanon-Krieg - Fragen und Antworten
(3) Rede des ArbeiterInnenstandpunkt zum israelischen Angriffskrieg bei der Kundgebung am 5. August in Wien als Audiofile
(4) Termine: Schulungen des ArbeiterInnenstandpunkt im Sommer
(5) Kontakt

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Demonstration gegen den israelischen Angriffskrieg im Libanon

Samstag 12. August 16.00, Stephansplatz

Aufgrund der dramatische Ereignisse im Libanon beschlossen eine Reihe von Organisationen und Einzelpersonen bei einem kurzfristig einberufenen Aktionseinheitstreffen, zu einer Demonstration am kommenden Samstag, den 12. August, 16.00 am Stephansplatz aufzurufen. Die Demonstration wird über die libanesische Botschaft verlaufen und bei der US-amerikanischen Botschaft enden. An dem Treffen nahmen u.a. VertreterInnen der Palästinensischen Gemeinde, des Arabische Palästina Club, Leo Gabriel und Hermann Dworczak vom Österreichischen Sozialforum, des KSV, KJÖ, KI, HÖC, AIK sowie ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION teil.

Die Demonstration geht auf den „Beiruter Appell“ zurück, den SolidaritätsaktivistInnen aus verschiedenen Ländern bei ihrem Besuch im Libanon kürzlich beschlossen. In diesem Appell rief die internationale Delegation für den 12. August zu einem internationalen Aktionstag auf. Der „Beiruter Appell“ stellt zwei klare Losungen ins Zentrum:

* Wir verurteilen die amerikanisch-israelische Aggression gegen den Libanon

* Wir fordern ein sofortiges Ende des Bombardement von Libanon und Gaza

Wir rufen alle GegnerInnen des israelischen Angriffskrieges auf, diese Demonstration zu unterstützen und dafür zu mobilisieren.

 

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Die Position des ArbeiterInnenstandpunkt zum israelischen Terrorkrieg gegen das libanesische und palästinensische Volk - Fragen und Antworten

Im folgenden erläutern wir unsere Position zum israelischen Angriffskrieg gegen den Libanon und den Gaza-Streifen in Form einer Reihe von Fragen und Antworten.

Redaktion des ArbeiterInnenstandpunkt, 1. August 2006

* * *

Was ist die Position des ArbeiterInnenstandpunkt zum Angriff Israels auf den Libanon und den Gaza-Streifen?

Der ArbeiterInnenstandpunkt und unsere Schwesterorganisationen in der Liga für die 5. Internationale (LFI) treten für den Sieg des libanesischen und palästinensischen Widerstandes und für die Niederlage Israels ein. Der Krieg ist auf Seiten Israels ein reaktionärer Angriffskrieg im Dienste der imperialistischen Großmächte und ihres „Krieges gegen den Terror“. Er ist ein gerechter Verteidigungskrieg auf Seiten des libanesischen und palästinensischen Widerstandes.

Aber der Krieg wurde doch durch die Gefangennahme von israelischen Soldaten durch Hamas bzw. Hisbollah ausgelöst?

Nein, das wäre eine rein oberflächliche Betrachtungsweise. Erstens hat die israelische Armee in den Monaten zuvor schon zahlreiche PalästinenserInnen ermordet obwohl die palästinensische Seite einen Waffenstillstand einhielt. Ebenso hält Israel seit Jahren libanesische Geisel gefangen und libanesisches Staatsgebiet besetzt. Nebenbei bemerkt wurden die israelischen Soldaten auf libanesischen Gebiet gefangengenommen und nicht „aus Israel entführt“ wie uns die pro-israelischen Medien weismachen wollen.

Zweitens muß der Konflikt in seinem politisch-strategischen Zusammenhang gesehen werden. Israel ist von seinem ganzen Wesen her ein kapitalistischer Aggressor-Staat. Israel ist DER Statthalter der imperialistischen Großmächte im Nahen Osten – allen voran der größten imperialistischen Supermacht, der USA. Es bezieht von allen Staaten der Welt die größte finanzielle Auslandshilfe der USA. Es besitzt die weltweit viertgrößte Armee und ist mit 400-500 Atomraketen die fünftgrößte Nuklearmacht. Israel baut eine Apartheidmauer um die Westbank und verwandelt den Gaza in ein riesiges Freiluftgefängnis. Israel überfiel den Libanon mehrmals und hielt den südlichen Teil des Landes für mehr als 18 Jahre besetzt. Die herrschende Klasse des israelischen Kapitalismus spielt also eine herausragende Rolle bei der Aufrechterhaltung und Exekutierung der imperialistischer Weltordnung im Nahen Osten.

Dies gilt heute mehr denn je – im Zeitalter des permanenten „Krieges gegen den Terror“, unter dessen Deckmantel die imperialistischen Großmächte ihre Interessen gegen jeden Widerstand durchzusetzen versuchen. Es ist kein Zufall, daß der neokonservative Chefideologe in den USA, William Kristol, den Krieg mit dem Ausspruch begrüßte: „It's Our War“. Die imperialistischen Großmächte sehen Israel wieder als ihren Kettenhund, der ihre Interessen in der Region mit Gewalt durchzusetzen versucht. US-Präsident Bush bekannte sich offen zum israelischen Angriffskrieg, als er in einer Rede sagte: „Wir müssen verstehen, daß der Libanon nur der jüngste Brennpunkt in einem umfassenden Kampf zwischen der Freiheit und dem Terror ist, der die ganze Region erfaßt hat.(zitiert bei Caren Bohan: “Lebanon crisis is part of broader struggle: Bush”, Reuters, 29. 7. 2006)

Diesem reaktionären Goliath im Nahen Osten stehen die Davids der Region gegenüber: das palästinensische und das libanesische Volk. Sie werden seit Jahrzehnten von Israel besetzt und vertrieben. Sie kämpfen für die Befreiung von Besatzung und Hunger. Sie sind die Opfer der imperialistischen Weltordnung.

Drittens muß der Konflikt in seinem historischen Zusammenhang gesehen werden. Israel ist ein rassistischer Siedlerstaat, der künstlich in Palästina eingepflanzt wurde. Die Gründung des Staates Israel 1948 war unmittelbar mit der Vertreibung der ursprünglichen EinwohnerInnen – der PalästinenserInnen - von deren Heimatboden verbunden. Seitdem leben Millionen PalästinenserInnen in Flüchtlingslagern. 1967 eroberte der zionistische Staat Israel zusätzlich noch die Westbank und den Gazastreifen. 1973 kamen die Golan-Höhen hinzu (sie wurden 1981 von Israel auch formal annektiert) und die Sinai-Halbinsel (sie wurde im Rahmen des Camp David Abkommens 1978 mit Ägypten wieder zurückgegeben). 1982 schließlich marschierte Israel im Libanon ein und hielt bis 2000 den südlichen Teil besetzt. Noch heute besetzt Israel die Scheeba-Farmen. Deswegen waren alle bisherigen Kriege zwischen Israel und arabischen Staaten – 1948, 1956, 1967, 1973, 1982 sowie die beiden Intifadas 1987-1994 sowie seit 2000 – gerechte Kriege seitens des arabischen Lagers und reaktionäre Krieges seitens Israels.

Bedeutet das eine Unterstützung für Hisbollah und Hamas?

Der ArbeiterInnenstandpunkt und die LFI treten für den militärischen Sieg aller libanesischen und palästinensischen Kräfte ein, die heute der israelischen Aggression Widerstand leisten. Das schließt Hisbollah und Hamas ebenso mit ein wie die libanesische Kommunistische Partei und die anderen palästinensischen Organisationen, die heute gegen Israel kämpfen (wie z.B. die PFLP, die Al-Aksa-Brigaden oder der Islamische Jihad).

Diese Unterstützung ihres militärischen Kampfes beinhaltet allerdings keinerlei politische Unterstützung für diese Organisationen. Wir teilen weder die Idee eines islamischen Sharia-Staates noch die einer illusionären bürgerlichen Demokratie, die nur eine Verschleierung für die Diktatur der Kapitalistenklasse ist. Unser Ziel ist der Kommunismus, den wir durch eine internationale Revolution der ArbeiterInnenklasse, der Jugend und der Unterdrückten erreichen werden.

Aber sind Hisbollah und Hamas nicht genauso schlimm wie Israel?

Im Krieg, ja in jedem Zusammenstoß zwischen Klassen und Staaten, geht es nicht um die offiziell verkündeten Ziele und Programme, die die jeweiligen Führer der verfeindeten Lager als Rechtfertigung ihrer Politik benennen. Diese sind in der Regel nur Propaganda, die die tatsächlichen Interessen verschleiern sollen.

Wie in jedem kapitalistischen Land herrscht auch in Israel eine Bourgeoisie - die Klasse der Kapitalisten und ihre Handlanger an der Spitze des Staatsapparates. Was jedoch Israel von den umliegenden arabischen Ländern und erst recht von solchen Organisationen wie Hisbollah und Hamas unterscheidet, ist ihre Stellung in der imperialistischen Weltordnung. Israel ist der zentrale Statthalter der imperialistischen Großmächte im Nahen Osten. Von Anbeginn seiner Existenz erfreute sich Israel massiver finanzieller und militärischer Unterstützung durch die imperialistischen Großmächte und ist daher nicht zufällig das mit Abstand reichste kapitalistische Land der Region. So liegt Israels jährliches Brutto-Inlandsprodukt pro-Kopf liegt mit 24.600 US-Dollar auf dem Niveau Spaniens. Es ist somit dreimal so wohlhabend wie der Iran, viermal so viel wie der Libanon und Jordanien sowie sechsmal so reich wie Ägypten und Syrien. Hinzu kommt noch die enorme militärische Stärke Israels. Zusammengefaßt repräsentiert Israel den privilegierten Kettenhund des Imperialismus, dessen zentrale Aufgabe in der Unterdrückung, Einschüchterung und Niederhaltung der arabischen und moslemischen Staaten und Völker des Nahen Ostens besteht.

Die arabischen und moslemischen Staaten sind hingegen kapitalistische Länder, die in der imperialistischen Weltordnung eine untergeordnete, von den imperialistischen Mächten und ihren direkten Handlangern beherrschte, Rolle einnehmen. Sie dienen als Rohstofflieferanten, als Absatzmärkte oder als militärische Stützpunkte. Es sind halb-koloniale Staaten, die formel-politisch eigenständig sind, aber wirtschaftlich und somit letztlich auch politisch eine abhängige, kolonialisierte Position in der imperialistischen Weltordnung einnehmen. Die PalästinenserInnen haben sogar nicht einmal einen Staat, sondern sind ein völlig entrechtetes Kolonialvolk, daß von Israel in Reservate und Flüchtlingslager zusammengepfercht wird.

Unabhängig davon, welche politischen Vorstellungen die reaktionären kleinbürgerlichen Führungen von Hezbollah und Hamas haben, repräsentiert ihr Kampf gegen die zionistische Aggression die Entschlossenheit vieler Millionen AraberInnen zum Widerstand gegen Besatzung und Armut.

Worum geht es also in diesem Krieg?

Es geht in diesem Krieg nicht um Demokratie und Diktatur, dem Kampf zwischen Religionen oder gar zwischen Zivilisationen. Vielmehr geht es hier um den Kampf zwischen dem wichtigsten Vollstrecker der imperialistischen Großmächte im Nahen Osten und jenen, die dagegen Widerstand leisten. Ein Sieg für die israelische Kriegsmaschinerie wäre ein Sieg für Bush und den gesamten Imperialismus. Ein Rückschlag Israels hingegen wäre ein Sieg für die weltweite Antikriegsbewegung, die ArbeiterInnenbewegung und alle um Freiheit kämpfenden Völker.

Wie kann man im Krieg auf der Seite einer Kraft stehen, ohne ihre Politik zu unterstützen? Ist das nicht ein Widerspruch?

Nein, keineswegs. Im Gegenteil, im Klassenkampf ist es oft der Fall, daß RevolutionärInnen in einem Konflikt die Seite von Kräften einnehmen müssen, zu deren Führung und Politik wir völlig im völligen Gegensatz stehen. Das bedeutet nicht, daß wir deren Politik auf irgendeine Weise unterstützen oder idealisieren.

Wenn die Gewerkschaftsbürokratie einen Streik gegen neoliberalen Sozialabbau ausruft, dann werden wir diesen vorbehaltlos unterstützten, ohne deswegen dem reformistischen Programm der Sozialpartnerschaft, dem Mitverwalten des Kapitalismus, dem Fehlen von Demokratie innerhalb des ÖGB’s oder gar dem korrupten Privilegienrittertum der Gewerkschaftsbonzen irgendeine politische Unterstützung auszusprechen. Das gleiche gilt auch bei den Protesten von moslemischen Jugendlichen gegen Rassismus in den europäischen Staaten, die wir unterstützen ohne deswegen politische Zugeständnisse an den Islamismus zu machen.

Der Grund, warum wir verpflichtet sind, Position zu beziehen, ist die reale, objektive Situation und was sie in Bezug auf den weltweiten Konflikt zwischen den Klassen bedeutet. Der Krieg im Nahen Osten ist keine grundlegende Wahl zwischen der bürgerlichen Demokratie a la Israel und dem Islamismus der Hamas und Hezbollah, sondern zwischen dem Recht des rassistischen Siedlerstaates Israel und den hinter ihm stehenden Großmächten – allen voran den USA –, gegen jeden Opponenten Krieg zu führen und dem Recht der unterdrückten Völker, dieser imperialistischen Aggression Widerstand zu leisten.

Es gibt unzählige Situationen im Klassenkampf, in denen RevolutionärInnen gezwungen waren, militärische Kräfte trotz ihrer konterrevolutionären Politik zu unterstützen, die sich im Krieg mit dem Imperialismus befunden haben. So bezogen wir eindeutig Partei im Malvinas-Krieg 1982 zwischen Großbritannien und Argentinien und in den Kriegen zwischen einer US-geführten imperialistischen Allianz und dem Irak 1991 und 2003. Bei ersterem traten wir für einen Sieg Argentiniens, bei letzterem für einen Sieg des Irak ein.

Wir taten das, ohne nur einen Moment lang die argentinische Militärdiktatur des General Galtieri, dessen Junta tausende ArbeiterInnen und Linke nach seiner Machtergreifung ermordet hatte, zu unterstützen. Genauso wenig drückten wir politische Unterstützung für Saddam Hussein aus, den Schlächter der KurdInnen oder der schiitischen Bevölkerung im Südirak.

Was haben die marxistischen Theoretiker in der Vergangenheit zu Kriegen gesagt?

MarxistInnen gehen vom Grundsatz des preußischen Militärtheoretikers Clausewitz aus: „Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ (Carl von Clausewitz: Vom Kriege, S. 22). Unsere Haltung gegenüber dem Ziel eines Kampfes wird also nicht davon beeinflußt, ob es nun mit friedlichen oder mit militärischen Mitteln verfolgt wird. Reaktionäre Ziel sind reaktionär unabhängig davon, ob sie versucht mit politischen, wirtschaftlichen oder militärischen Mitteln durchgesetzt werden. Das gleiche gilt umgekehrt für fortschrittliche Klasseninteressen.

Kriege sind im Kapitalismus – v.a. in seinem letzten Stadium des Niedergangs, der Epoche des Imperialismus – unvermeidlich. Solange Klassen und somit Klassengegensätze existieren, wird es auch Kriege geben. Im Zeitalter des Imperialismus – in dem wir uns nun schon seit mehr als 100 Jahren befinden – verschärft sich die Konkurrenz zwischen den Konzernen und zwischen den kapitalistischen Staaten immer mehr und daher nimmt auch die Auspressung und Unterwerfung sowohl der Arbeiterklasse und als der unterdrückten Völker zu. Es kommt daher unausweichlich immer wieder zu Krisen und Kriegen. Der marxistische Theoretiker und Führer der russischen Oktoberrevolution 1917 Wladimir Illich Lenin hielt dazu fest:

….das sind Ergebnisse des modernen Monopolkapitalismus im Weltmaßstab. Und diese Ergebnisse zeigen, daß auf einer solchen wirtschaftlichen Grundlage, solange das Privateigentum an den Produktionsmitteln besteht, imperialistische Kriege absolut unvermeidlich sind.“ (W. I. Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, in: LW 22, S. 194)

"Im Kapitalismus, und besonders in seinem imperialistischen Stadium, sind Kriege unvermeidlich." (W. I. Lenin: Die Konferenz der Auslandssektionen der SDAPR; in: LW Bd. 21, S. 152)

MarxistInnen waren daher niemals grundsätzlich gegen Kriege, sondern haben zwischen Kriegen unterschieden, die den Interessen der unterdrückten Klassen dienten und jenen, die nur den herrschenden Klassen dienten. Deswegen war der Sklavenaufstand von Spartakus gegen die Römer fortschrittlich, ebenso wie die Bauernaufstände eines Thomas Münzer oder der Hussiten. Und aus dem gleichen Grund unterstützen Marx und Engels 1861-65 die amerikanischen Nordstaaten gegen die Sklavenhalter im Süden oder die Aufstände der Polen gegen die russische Zarenherrschaft 1830, 1846 und 1863. Lenin schrieb dazu:

Es hat in der Geschichte manche Kriege gegeben, die trotz aller Gräuel, Bestialitäten, Leiden und Qualen, die mit jedem Krieg unvermeidlich verknüpft sind, fortschrittlich waren, d.h. der Entwicklung der Menschheit Nutzen brachten, da sie halfen, besonders schädliche und reaktionäre Einrichtungen (z.B. den Absolutismus oder die Leibeigenschaft) und die barbarischsten Despotien Europas (die türkische und die russische) zu untergraben.“ (W. I. Lenin: Sozialismus und Krieg, in: LW 21, S. 299)

Dies trifft auch auf Kriege unterdrückter Nationen zu, die sich gegen die imperialistische Großmächte und ihre Handlanger zur Wehr setzen. Lenin schreibt dazu: „Nationale Kriege der Kolonien und Halbkolonien sind in der Epoche des Imperialismus nicht nur wahrscheinlich, sondern unvermeidlich. In den Kolonien und Halbkolonien (China, Türkei, Persien) leben annähernd 1.000 Millionen Menschen, d.h. über die Hälfte der gesamten Bevölkerung der Erde. Nationale Befreiungsbewegungen sind hier entweder schon sehr stark, oder sie wachsen und reifen heran. Jeder Krieg ist eine Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln. Die Fortsetzung der Politik der nationalen Befreiung in den Kolonien werden zwangsläufig nationale Kriege der Kolonien gegen den Imperialismus sein.“ (W. I. Lenin: Über die Junius-Broschüre, in: LW 22, S. 315)

Lenin spricht sich ebenso eindeutig für eine klare Parteinahme eines jeden Sozialisten aus:

Die Sozialisten verstanden unter einem ‚Verteidigungs’krieg stets einen in diesem Sinne ‚gerechten’ Krieg (wie sich Wilhelm Liebknecht einmal ausdrückte). Nur in diesem Sinne erkannten und erkennen jetzt noch die Sozialisten die Berechtigung, den fortschrittlichen und gerechten Charakter der ‚Vaterlandsverteidigung’ oder des ‚Verteidigungs’krieges an. Wenn zum Beispiel morgen Marokko an Frankreich, Indien an England, Persien oder China an Rußland usw. den Krieg erklärten, so wären das gerechte Kriege, Verteidigungskriege, unabhängig davon, wer als erster angegriffen hat, und jeder Sozialist würde mit dem Sieg der unterdrückten, abhängigen, nicht gleichberechtigten Staaten über die Unterdrücker, die Sklavenhalter, die Räuber - über die ‚Groß’mächte - sympathisieren. (Lenin: Sozialismus und Krieg, in: LW 21, S. 301)

Daher machte die Kommunistische Internationale 1920 die aktive Unterstützung des nationalen Befreiungskampf zur Pflicht eines jeden Revolutionärs in den imperialistischen Staaten:

Jede Partei, die der Kommunistischen Internationale anzugehören wünscht, ist verpflichtet, die Kniffe ‚ihrer’ Imperialisten in den Kolonien zu entlarven, jede Freiheitsbewegung in den Kolonien nicht nur in Worten, sondern durch Taten zu unterstützen, die Verjagung der einheimischen Imperialisten aus diesen Kolonien zu fordern, in den Herzen der Arbeiter ihres Landes ein wirklich brüderliches Verhältnis zu der arbeitenden Bevölkerung der Kolonien und der unterdrückten Nationen zu erziehen und in den Truppen ihres Landes eine systematische Agitation gegen jegliche Unterdrückung der kolonialen Völker zu führen.“ (Leitsätze über die Bedingungen der Aufnahme in die Kommunistische Internationale, II. Weltkongreß der Kommunistische Internationale, in: Die Kommunistische Internationale, Manifeste, Thesen und Resolutionen, Band I, Köln 1984, S. 164)

Leo Trotzki, der neben Lenin wichtigste Führer der Oktoberrevolution und spätere Begründer der IV. Internationale, unterstrich diesen Grundsatz des revolutionären Antiimperialismus:

"Der Kampf gegen Krieg und seinen sozialen Ursprung, den Kapitalismus, setzt direkte, aktive und unzweideutige Unterstützung für die unterdrückten kolonialen Völker in ihren Kämpfen und Kriegen gegen den Imperialismus voraus. Eine 'neutrale' Position ist gleichbedeutend mit einer Unterstützung des Imperialismus." (Leo Trotzki: Resolution zum Anti-Kriegs-Kongress des Londoner Büros, Juli 1936, in: Leo Trotzki: Schriften zum imperialistischen Krieg, S. 105)

Ebenso legte er unmißverständlich dar, daß marxistische RevolutionärInnen ihre Haltung im Krieg nicht von oberflächlichen Erscheinungen auf der Ebene des politischen Überbaus abhängig machen dürfen, sondern auf den objektiven Klassencharakter der beteiligten Kriegsparteien stützen müssen:

„In Brasilien regiert nun ein halbfaschistisches Regime, dem jeder Revolutionär nur mit Hass begegnen kann. Nehmen wir an, daß England morgen in einen militärischen Konflikt mit Brasilien eintritt. Ich frage, auf wessen Seite des Konflikts wird die Arbeiterklasse sein? (...) In diesem Fall werde ich auf Seiten des „faschistischen“ Brasiliens gegen das „demokratische“ Großbritannien stehen. Warum? Weil der Konflikt zwischen ihnen nicht eine Frage der Demokratie oder des Faschismus ist. Sollte England siegreich sein, wird es einen anderen Faschisten in Rio de Janeiro einsetzen und Brasilien doppelte Ketten anlegen. Sollte Brasilien als Sieger hervorgehen, wird es ihm einen starken Impuls für nationales und demokratisches Bewußtsein im Land geben und den Sturz der Diktatur Vargas einleiten. Die Niederlage Englands wäre auch ein Schlag für den britischen Imperialismus und gäbe der revolutionären Bewegung des britischen Proletariats einen Anstoß. In Wirklichkeit muß man schon sehr engstirnig sein, um die Widersprüche und Konflikte der Welt auf den Kampf zwischen Faschismus und Demokratie zu reduzieren. Unter all den Masken muß man zwischen Ausbeutern, Sklavenbesitzern und Räubern unterschieden können!

(Leo Trotzki: Antiimperialistischer Kampf ist der Schlüssel zur Befreiung, 23. September 1938, in: Writings 1938-39, S. 34; unsere Übersetzung).

Die Kommunistische Internationale entwickelte auf ihrem IV. Weltkongreß 1922 die Taktik der antiimperialistischen Einheitsfronttaktik, die seitdem ein zentraler Eckpunkt der revolutionären Programmatik ist. Die antiimperialistische Einheitsfronttaktik beinhaltet das Eintreten für gemeinsame praktische Aktionen mit reformistischen, kleinbürgerlichen und in bestimmten Fällen sogar bürgerlichen Kräften gegen den Imperialismus. Gleichzeitig schließt dies jegliche politische Unterstützung für solche Kräfte aus und erfordert die vollständige Propagandafreiheit für die RevolutionärInnen.

Diese marxistische Tradition wendet der ArbeiterInnenstandpunkt und die LFI heute auf den reaktionären Angriffskrieg Israels gegen Palästina und Libanon an, so wie wir das auch schon bei den vergangenen Kriegen gegen Afghanistan (2001) und den Irak (1991 und 2003) getan haben.

Wie kann ein Friede im Nahen Osten entstehen?

Friede kann es nur geben, wenn der Nahe Osten aus den Ketten des Imperialismus befreit wird und an die Stelle der kapitalistischen Ordnung eine sozialistischen Föderation der Völker des Nahen Ostens tritt. Wir treten für einen gemeinsamen, bi-nationalen ArbeiterInnenstaat in Palästina ein, in dem Araber und Juden gleichberechtigt zusammen leben. Israel als ein von seinem ganzen Wesen her rassistischer Apartheidstaat muß beseitigt werden. Nur auf der Basis einer internationalen sozialistischen Revolution kann die nationale Frage gelöst werden und alle Flüchtlinge können wieder in ihre Heimat zurückkehren bzw. eine entsprechende Wiedergutmachung erhalten.

Wie steht ihr zur Zwei-Staaten-Lösung

Wir lehnen die sogenannte Zwei-Staaten-Lösung ab, bei der der Staat Israel weiter existiert und daneben – in den verarmten Gebieten des Gaza und der Westbank – ein palästinensischer Zwergstaat, eine Art Bantustan, errichtet werden würde. Dies würde die Festigung der Vertreibung durch die Schaffung eines kleinen, wirtschaftlich abhängigen Staates Palästina neben dem Staat Israel bedeuten.

Eine solche Zwei-Staaten-Lösung wird von verschiedenen pro-zionistischen Reformisten vom Schlage der KPÖ und SJ (bis hin zu Gruppen wie die SLP) propagiert, mit dem Argument, daß dies realistischer zu verwirklichen wäre. Tatsächlich sind jedoch wir marxistische RevolutionärInnen weitaus realistischer als die pseudo-realistischen UnterstützerInnen der Zweistaaten-Lösung. Denn nur ein – auf sozialistischer Grundlage geschaffener – gemeinsamer bi-nationaler Staat aller in Palästina lebenden Araber und Juden kann die extreme soziale Ungleichheit und die in der Vertreibung und Unterdrückung von Millionen PalästinenserInnen wurzelnde nationale Unterdrückung aufheben. Eine Zweistaaten-Lösung hingegen würde ein verarmtes und völlig abhängiges Palästina neben einem reichen und mächtigen Israel schaffen. Dies würde die Ausbeutung und nationale Unterdrückung nur auf leicht veränderter Grundlage fortsetzen. Eine Unterstützung von Linken für eine Zweistaaten-Lösung ist gleichbedeutend mit der Akzeptanz des historischen Verbrechens am palästinensischen Volk, nämlich seiner Vertreibung seit 1948/49. Wir haben wiederholt betont, daß die Alternative dazu keineswegs in der Vertreibung der Juden besteht, wie die diversen linken und nicht so linken Zionisten immer wieder behaupten. Die Region ist reich genug, um allen Völkern Wohlstand zu ermöglichen. Doch nur das uneingeschränkte Rückkehrecht aller Palästinenser, die Rückgängigmachung des Landraubes usw. gestattet eine gerechte Lösung der Palästina-Frage. Eine solche Lösung wiederum ist ohne die Beseitigung des Kapitalismus illusorisch. Daher verbinden wir MarxistInnen den Kampf für die nationale Befreiung der PalästinenserInnen mit der Perspektive der sozialen Revolution im Nahen Osten.

Aber ist nicht Israel die einzige Demokratie im Nahen Osten?

Erstens fanden auch in anderen Ländern demokratische Wahlen statt – unter anderem gerade in jenen Ländern, gegen die Israel heute Krieg führt: Libanon und Palästina. Nur zeigte sich bei diesen Wahlen, daß gerade jene Parteien eine breite Unterstützung unter den Arbeitern und Bauern genießen, die Israels Politik ablehnen und einen Widerstand leisten. (Hezbollah und Hamas) Gerade deswegen ist Israel so „demokratisch“, daß es die demokratisch gewählte Hamas-Regierung aushungert, ihre Minister und Parlamentarier verhaftet und den demokratischen Libanon überfällt und zusammenbombt.

Nichtsdestotrotz stimmt es, daß Israel im Unterschied zu fast allen Staaten des Nahen Ostens seit Jahrzehnten eine stabile bürgerliche Demokratie besitzt. Trotzki sagte einmal, daß die (bürgerliche) Demokratie die aristokratischste aller Herrschaftsformen ist. Damit meinte er, daß sich nur die reichsten kapitalistischen Staaten eine stabile bürgerliche Demokratie leisten können, denn sie können einen ausreichend großen Anteil der Mittelschichten und der oberen Schichten der Arbeiterklasse mit materiellen Privilegien bestechen und in das politische System integrieren. Bei Israel trifft dies in besonderem Maße zu. Die herrschende Klasse kann sich eine bürgerliche Demokratie nicht nur wegen des relativen Reichtums des israelischen Kapitalismus leisten, sondern auch wegen der nationalen Besonderheiten. Israel entstand als rassistischer Siedlerstaat, der nur durch die Vertreibung der arabischen Bevölkerung und ihre Unterdrückung existieren kann. Die bürgerliche Demokratie Israels kann nur existieren, weil gleichzeitig die Araber vertrieben und unterdrückt werden. Die herrschende Klasse Israels hat somit einen tiefen Haß in der arabischen Welt hervorgerufen. Dies wiederum ermöglicht es ihr, den jüdischen ArbeiterInnen einzureden, daß sie sich der herrschenden Klasse Israels unterordnen müssen und nur der Zionismus ihnen ein Überleben in einer feindlich gesinnten Umwelt sichere. Die bürgerliche Demokratie Israels ist also eine Demokratie ausschließlich für die jüdische Bevölkerung und hat die permanente Diktatur und Aggression gegenüber den Arabern zur Voraussetzung.

Bringt euch eure Ablehnung des Staates Israel und des Zionismus nicht in die Nähe Haiders und der Nazis?

Die Nazis und Rechtsaußen-Politiker aus dem FPÖ-Bereich lehnen Israel ab, weil sie reaktionäre Antisemiten sind und die Juden vernichten wollen. Deswegen organisieren wir auch gemeinsam mit anderen Organisationen regelmäßig antifaschistische Aktionen sowie machen Protestkundgebungen gegen öffentliche Auftritte von STrache & Co. Im Unterschied zu diesem antisemitischen Gesindel lehnen wir als MarxistInnen und AntizionistInnen den Staat Israel ab, weil wir eine Vertreibung der Juden verhindern wollen. Nur die Zerschlagung des Apartheidstaates Israel und die Bildung eines gemeinsamen bi-nationalen ArbeiterInnenstaates aller in Palästina lebenden Araber und Juden kann ein friedliches Zusammenleben im Nahen Osten sichern.

Was werdet ihr tun?

Für uns ist Marxismus die Einheit von Theorie und Praxis. Im Unterschied zu zahlreichen Pseudo-Marxisten verbinden wir revolutionäre Standpunkte mit praktischen Aktionen. "Die Übereinstimmung von Worten und Taten ist ein charakteristisches Merkmal einer ernst zu nehmenden revolutionären Organisation. Für eine ernsthafte revolutionäre Organisation sind die Resolutionen, die sie auf ihren Versammlungen annimmt, nicht bloß Formalitäten, sondern das schriftlich festgehaltene Ergebnis in der Aktion erworbener Erfahrungen und ein Führer ihrer Aktionen in der Zukunft. Für die Zentristen haben 'revolutionäre’ Thesen, die sie bei feierlichen Gelegenheiten annehmen, die Bedeutung, als betrügerische Dekoration, als Deckmantel für unvereinbare Differenzen in ihren eigenen Reihen, als Vorwand für ihre nicht-revolutionären Taten in der vorhergegangenen Periode sowie auch in der kommenden Periode zu dienen." (Leo Trotzki: Resolution zum Anti-Kriegs-Kongress des Londoner Büros, Juli 1936, in: Leo Trotzki: Schriften zum imperialistischen Krieg, S. 105f.)

Deswegen waren wir z.B. zentral an der Organisierung der Anti-Bush-Proteste am 21. Juni und zahlreichen Antikriegsproteste der vergangenen Jahre beteiligt. Wir werden in den kommenden Wochen auf die Straße gehen und Aktionen gegen den israelischen Überfall auf den Libanon organisieren. Wir treten für einen von der ArbeiterInnenbewegung und der Antikriegsbewegung organisierten Boykott Israels und seiner Produkte ein. Ende September wird es einen internationalen Aktionstag gegen imperialistischen Krieg und Besatzung geben, für den wir hier gemeinsam mit einer Reihe anderer Organisationen mobilisieren.

Der israelische Terrorkrieg gegen den Libanon und Palästina und der wachsende Widerstand dagegen unterstreichen einmal mehr, daß sich die Widersprüche der imperialistischen Weltordnung massiv zuspitzen. Die herrschende Klasse greift immer offener zu Krieg, Terror und Unterdrückung, um ihren Drang nach Extra-Profiten und Herrschaft mit Gewalt durchzusetzen. Die Menschheit steht vor der Alternative: Sozialismus oder Barbarei. Wir leben in einer welthistorisch vor-revolutionären Periode. Wir gehen einer Periode entgegen, in der Revolution und Konterrevolution auf der Tagesordnung stehen und in der es unsere Aufgabe sein wird, den Kampf gegen die bürgerliche Herrschaft zu organisieren und bis zum Aufstand und zur Machteroberung durch die ArbeiterInnenklasse zu führen. Vor dieser Herausforderung stehen die marxistischen RevolutionärInnen nicht nur weltweit, sondern auch hier in Österreich. Und diese Frage ist von höchster Dringlichkeit, denn nur durch eine sozialistische Weltrevolution können wir ein Absinken der Menschheit in eine endlose Abfolge von Krisen und Kriege verhindern. Ohne den rechtzeitigen Aufbau einer organisierten revolutionären Kraft werden wir nicht in der Lage sein, den mächtigen kapitalistischen Staatsapparat zu stürzen und die Revolution zum Sieg zu führen. Deswegen haben wir uns im ArbeiterInnenstandpunkt zusammengeschlossen, um eine revolutionäre Partei in Österreich als Teil der künftigen 5. Internationale aufzubauen.

 

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Rede: Solidarität mit dem libanesischen Widerstand!

 

Auf unserer Website findet sich demnächst die Rede des ArbeiterInnenstandpunkt auf der Demonstration gegen den israelischen Terrorkrieg im Libanon am 5. August in Wien als Audiofile.

 

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Termine

 

Schulungen des ArbeiterInnenstandpunkt im Sommer

 

Der ArbeiterInnenstandpunkt veranstaltet im Sommer eine Schulungsreihe, bei der verschiedene Aspekte der marxistischen Theorie beleuchtet werden. Sie finden jeden Freitag statt und beginnen um 18.00. Die Treffen finden im Amerlinghaus statt (Stiftgasse 8, 1070 Wien, U3 Neubaugasse)

 

Freitag, 11.August, 18.00

Was ist Faschismus?

(Literatur: Leo Trotzki: Portrait des Nationalsozialismus. Kann über uns bezogen oder über das Internet heruntergeladen werden: http://marxists.org/deutsch/archiv/trotzki/1933/06/natsoz.htm)

 

Freitag, 18.August, 18.00

Die marxistische Wirtschaftstheorie

(Literatur: Karl Marx: Lohn, Preis und Profit. Kann über uns bezogen oder über das Internet heruntergeladen werden: http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm)

 

Freitag, 25.August, 18.00

Strategie und Taktik der Bolschewismus

(Literatur: Lenin: Der linke Radikalismus – die Kinderkrankheit im Kommunismus, Kann über uns bezogen oder über das Internet heruntergeladen werden: http://www.linksruck.de/litera/klassik/l_lira.htm)

 

Freitag, 1.September, 18.00

Imperialismus und Krieg

(Literatur: Leo Trotzki: Lenin und der imperialistische Krieg. Kann über uns bezogen werden)

 

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Kontaktadressen

ArbeiterInnenstandpunkt:

Stiftgasse 8, 1070 Wien

E-Mail: info@arbeiterinnenstandpunkt.net

Tel.: 0650/406 83 14

http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net

 

Revolution

Stiftgasse 8, 1070 Wien

E-Mail: onesolutionrevolution@gmx.at

http://www.revolution-austria.at/

 

Die website der Liga für die 5. Internationale (LFI):  http://www.fifthinternational.org/

Weitere websites der LFI:

http://workerspower.com/ (Britannien)

http://www.arbeitermacht.de/ (Deutschland)

http://www.arbetarmakt.com/ (Schweden)

http://www.pouvoir-ouvrier.org/ (Frankreich)

http://sop.revoluce.info (Tschechische Republik)